Mittelweser-Navigator - Landkreis Nienburg/Weser

Kirche St. Cosmae et Damiani Hassel

Adresse

An der Kirche 2
27324 Hassel (Weser)
Telefon: 04254 8591
Telefax: 04254 1696
E-Mail: kg.hassel@web.de
Website: https://kirche-..-e.de/aktuelles

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Öffnungszeiten

Mai bis Oktober von 9 — 18 Uhr, danach auf Anfrage im Pfarramt

Weitere Informationen

Diese romanische Kirche, gehört zu den ältesten Bauwerken im Kirchenkreis Syke-Hoya.

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Die uralte Kirche in Hassel liegt unmittelbar am Geestrand. Die Lage ist gut gewählt: Selbst älteste Berichte wissen nichts davon, dass die Kirche jemals unter den häufigen Weser-Hochwassern zu leiden gehabt hätte. Im Inneren gibt es einige interessante Grabsteine. So einen, auf dem bildlich dargestellt ist, wie eine Braut im Augenblick der Eheschließung vor dem Altar vom Schlag getroffen wurde und starb

Die Hasseler Kirche ist mit ihrer ca. 1000-jährigen Geschichte einer der ältesten sakralen Gebäude im Kirchenkreis Syke-Hoya. Eine erste Kirche hat es angeblich schon um 929 gegeben. Heute finden wir ein zweijochiges Schiff auf profiliertem Sockel mit eingezogenem westlichen Chorjoch aus dem 12. Jahrhundert; das östliche Joch wurde vermutlich Ende des 13. Jahrhundert angefügt (Dehio).

Im westlichen Chorjoch befinden sich Reste romanischer, gotischer und Renaissancemalereien mit floraler Ornamentik, musizierenden Engeln sowie malerisch gefassten Bandrippen und Weihekreuzen, Anfang 13. Jahrhundert.

In den Jahren 2000 bis 2003 wurde die Kirche konstruktiv gesichert und umfassend instandgesetzt. In den Dachräumen wurden im wesentlichen die Mauerkronen ausgebessert und viele Schwellen erneuert, damit die Dachlasten wieder schadensfrei in den Untergrund abgeleitet werden können. Die neuen Schwellen liegen auf Eichenkeilen im Abstand von ca. 70 m und sind dadurch an allen Seiten von Luft umspült. Das Turmdach wurde mit Mönch-Nonnen-Ziegeln in Naturrot neu eingedeckt und die Grate als ‚Nürnberger Grat‘ ausgeführt. Im Inneren wurde zuerst der Sperrputz abgeschlagen, diegeschädigten Ziegelsteine ersetzt und alles nach Trocknung neu verputzt. Nun konnte das Mauerwerk wieder atmen. Oberhalb des abgenommenen Sperrputzes sicherten Restauratoren instabile historische Putze und legten die Reste der Wand- und Gewölbemalerei frei. Nach Reinigung und Retusche der Fehlstellen entstand ein ganz neues, beeindruckendes Raumerlebnis.

Während der letzten großen Instandsetzung war das Ostfenster verkleinert und abstrakt farbig verglast worden. Das neue Fensterformat wirkte fremd, die intensive Farbigkeit passte nicht in den Raum. So wurde die alte Öffnung nach den verbliebenen alten Spuren mit Klosterformatsteinen wieder hergestellt und nach einem Entwurf von Henning Diers neu verglast. Das Thema des Fensters ist die Geschichte der Emmaus-Jünger. In gegenständlicher Gestaltung ist der Moment dargestellt, als die beiden Jünger auf ihrem Weg jemanden begegnen, den sie nicht zu kennen glauben.

Geöffnet ist die Kirche von April bis Oktober von 9 bis 18 Uhr. Von November bis einschließlich März nur an Sonntagen und auf Anfrage geöffnet.

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