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Asbeke bei Rehburg

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31547 Rehburg-Loccum

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Reste eines Klosters, das einst der Bremer Erzbischof anlegen ließ; an der Straße von Rehburg nach Loccum dem Hinweisschild Kirchenruine folgen.

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Die Rehburger Region ist eine geschichtsträchtige Ecke: Die Familie des Lügenbarons von Münchhausen stammt aus dem gleichnamigen Ort (der allerdings längst untergegangen ist), und die Düsselburg bei Loccum war möglicherweise Bestandteil des Angrivarier-Walles aus der Römerzeit. Im Loccumer Klosterforst steht die Ruine der Burg des Klostergründers, die Lucca-Burg, und auf einem windigen Höhenzug zwischen Loccum und Rehburg sind seit rund zehn Jahren die restaurierten Fundamente einer ganz ungewöhnlichen Anlage zu bewundern: Asbeke. In den 70er Jahren stieß man beim Pflügen immer wieder auf behauene Sandstein-Quader, die sicher nicht durch Zufall unter der Ackerkrume lagen. Schließlich fand eine archäologische Grabung statt, bei der uralte Fundamente freigelegt wurden, mit denen zunächst aber niemand etwas anzufangen wusste: Was hatte man gefunden? Einen Vorgängerbau des Loccumer Klosters? Einen fränkischen Königshof? Archäologen und Historiker kamen dem Rätsel in alten Chroniken auf die Spur: Im 11. Jahrhundert suchte der Bremer Erzbischof händeringend nach weiteren Steinen, um den Dom der späteren Hansestadt vollenden zu können. In der Nähe des alten (längst verschwundenen) Dorfes Asbeke gab es zwar einen geeigneten Steinbruch, doch gehörte das Land zum Nachbarbistum Minden. Also richtete der Bremer Erzbischof dort ein Stift ein und kam so in den Besitz der begehrten Steine. Die nicht so ganz uneigennützige Gründung zum höheren Ruhme Gottes stand aber wohl unter keinem allzu guten Stern; jedenfalls ist verbürgt, dass die kleine Stiftskirche bei der Weihe einstürzte - in Anwesenheit des Erzbischofs. Schnell hatte sich das Thema "Stift" damit erledigt. Gleichwohl wurde der Steinbruch noch bis ins späte Mittelalter genutzt.

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