Mittelweser-Navigator - Landkreis Nienburg/Weser

Die Kirche im Dorf

Rubrik:Fahrrad-Touren, Eintagestour
Start:Stolzenau
Streckenverlauf:Steyerberg, Uchte, Nendorf, Buchholz
Ziel:Stolzenau
Länge:67,06 km
Dauer:3 Stunden
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert.
Kartenmaterial:Kartenmaterial ist erhältlich.
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Kontakt:Mittelweser-Touristik GmbH
Lange Straße 18 - D-31582 Nienburg
Telefon: (00 49) (0 50 21) 917 63 - 0

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Informationen zur Tour

St. Jacobi Kirche Stolzenau

St. Jacobi Kirche Stolzenau

Diese Tour führ Sie durch schöne, zum großen Teil noch stark bäuerlich geprägte Dörfer mit zahlreichen typischen Bauernhöfen, oft unter majestätischen Eichen gelegen. Entlang der Route befinden sich einige der schönsten Dorfkirchen der gesamten Region, die wir Ihnen im Rahmen dieser Tour gerne präsentieren.

Etappe 1: Von Stolzenau nach Steyerberg, 14,7 km

Ausgangspunkt ist die Gemeinde Stolzenau, eine hübsche Kleinstadt mit gut ausgebauter touristischer Infrastruktur. Wahrzeichen der Gemeinde ist der gedrehte Turm der St. Jacobi Kirche aus dem Jahre 1679 (Anmeldung zur Kirchenbesichtigung im Pfarrbüro Lange Str. 47, gegenüber der Kirche, telefonisch möglichst vormittags 05761 / 20 40). Mittelpunkt des Ortes ist der mittelalterliche Straßenmarkt mit dem Rathaus. In Stolzenau befindet sich ein Anleger für die Weserfahrgastschifffahrt. In den Sommermonaten verkehren regelmäßig dienstags Schiffe nach Landesbergen und Nienburg sowie Petershagen und Minden. Ab Stolzenau verläuft die Route auf dem Weser-Radweg bis zur kleinen Ortschaft Schinna, die mit den beiden Sehenswürdigkeiten St. Vitus Kirche von 1886 mit spätgotischem Flügelaltar (Schlüssel erhältlich beim Pastor oder der Küsterfamilie) und ehemaligem Klostergebäude mit interessanten Renaissanceausmalungen aufwarten kann. Weiter geht es bis nach Anemolter, einer kleinen Gemeinde mit attraktivem Ortsbild und alten Bauernhöfen. Hinter dem Feuerwehrhaus befindet sich ein Grill-, Spiel- und Bolzplatz mit überdachten Fahrradabstellplätzen und einer Schutzhütte. Von Anemolter führt die Strecke östlich der L 351 durch die Landesberger Wesermarsch bis zur Ortschaft Wellie. Kurz vor Wellie verläuft die Route unweit des beliebten Badesees Naturbad Wellier Kolk (Ausschilderung an der Strecke). In Wellie kann eine kleine Kapelle besichtigt werden (Schlüssel im Haus gegeüber bei Fa. Michaelis, Wellie 105). Die Kapelle bestand ursprünglich aus Fachwerk, ihre Wände sind aber jetzt wie der 1811 gebaute Turm mit Ziegelsteinen gebaut. Nächster Etappenort ist der Flecken Steyerberg. Inmitten waldreicher Umgebung gelegen, besitzt Steyerberg ein attraktives Sportzentrum mit beheiztem Schwimmbad, Tennisplätzen, Reithalle sowie ein historisches Rathaus, das im Jahre 1550 aus den Resten der Steyerberger Burg gebaut worden ist und wunderschön auf der Jakobiinstel zwischen den beiden Armen des Flusses Aue liegt.
Sehenswert ist auch die evangl. St. Katharinen-Kirche mit einem 23 Meter hohen Kirchturm. In der Turnhalle steht ein steinerner Taufstein römischen Stils mit eingemeißelten Darstellungen, vermutlich aus dem 10. Jahrhundert. Der ältere Teil der Kirche und auch die Sakristei haben kunstvolle Kreuzgewölbe (Besichtigung nach Voranmeldung bei der Küsterin Frau Jostmeier, Telefon: 05764 / 410, direkt gegenüber der Kirche). Im nahegelegenen Pfarrbusch, einem ausgedehnten Waldgebiet, befinden sich nicht nur ausgewiesene Fußwanderwege, sondern auch ein Waldlehrpfad, ein Trimm-Dich-Pfad und ein Märchenwald mit Darstellungen alter deutscher Märchen. Mit dem Projekt Lebensgarten besitzt Steyerberg das einzige EXPO-Projekt im gesamten Landkreis Nienburg. Es handelt sich um ein Demonstrationsprojekt für neue Formen des Zusammenlebens, um Prinzipien individueller und sozialer Sicherheit und Geborgenheit mit ökologischen Belangen zu verbinden.

Etappe 2: Von Steyerberg nach Uchte, 12 km

Von Steyerberg führt die Strecke auf dem alten Bahndamm der stillgelegten Strecke Uchte - Nienburg durch Felder und Wiesen bis nach Uchte. Vor allem das letzte Teilstück von Mensinghausen bis nach Uchte, auf dem höhergelegenen Bahndamm, mit Blick auf das Brinkmoor gilt als eine der reizvollsten Strecken in der Region.

Etappe 3: Von Uchte nach Nendorf, 10 km

Zwischen dem Großen Moor und dem Brinkmoor befindet sich der Flecken Uchte. Der Ort verfügt über ein modernes Sportzentrum mit einem attraktiven, beheizten Freibad, Tennisplätzen und weiteren Freizeiteinrichtungen. Am Mühlenbach, im historischen Ortskern mit schönen Fachwerkhäusern, befindet sich die sehenswerte evangelische Kirche mit ihrem weithin sichtbaren Furm. Im Turm sind die alten farbigen Kirchenfenster ausgestellt. Er ist tagsüber geöffnet (Schlüssel für die Kirche gibt`s im Pfarramt nebenan). Die römisch-katholische St. Ursula Kirche hat ihren Sitz etwas abseits vom Ortskern im Nordosten des Ortes (Schlüssel gibt`S beim Hausmeister nebenan). Der neu angelegte Park mit Landschaftssee und Rodelberg lädt zu einem Spaziergang ein. Auch die Grillhütte an der Teichanlage beim Bürgerwald, in unmittelbarer Nähe des Radweges, bietet sich für eine Rast an. Von Uchte führt die Route über die sehenswerte Orschaft Höfen mit dem aus dem Jahre 1708 stammenden und in den Jahren 1993 bis 1996 umgesetzten Dörphus, dem Dorfgemeinschaftshaus. Weiter geht es durch eine reizvolle Wiesen- und Waldlandschaft bis nach Nendorf. Der Ort besitzt eine der größten Dorfkirchen der Region, eine ehemalige Klosterkirche (für ein Besichtigung können Sie sich im Pfarramt direkt neben der Kirche oder auch telefonisch unter Telefon 05765 / 364 melden). Im Ort befindet sich ein Rastplatz "Alte Weide" mit Schutzhütte, Grillplatz, WC und Wasserpumpe.

Etappe 4: Von Nendorf nach Buchholz, 10,9 km

Das nächste Teilstück führt Sie durch eine überwiegend landwirtschaftlich geprägte Landschaft bis nach Raddestorf. Direkt in der Ortsmitte steht die Lutherkirche, in der sich die älteste Holzkanzel Niedersachsens aus dem 15. Jahrhundert befindet. Die Kirche wurde vor einigen Jahren renoviert. Wer an einer Besichtigung interessiert ist, kann sich im Pfarrhaus direkt neben der Kirch melden. Ein Abstecher nach rechts führt Sie nach etwa 200 m zur Florianshütte, einer Grill- und Schutzhütte mit Spielplatzgeräten.

Etappe 5: Von Buchholz nach Stolzenau, 11,8 km

Von Raddestorf sind es nur wenige Kilometer bis zur sehenswerten Windmühle in der Ortschaft Großenheerse. Nächste Ortschaft ist Buchholz mit seiner schönen Dorfkirche (kann in den Sommermonaten von außen gut eingesehen werden), gleichzeitig auch Schnittpunkt mit der Storchenroute. Von Buchholz geht es weiter über den sehenswerten Ort Müsleringen mit reizvollem Ortsbild sowie einem Spielplatz mit Picknicktisch und Bänken bis nach Schlüsselburg mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten (siehe Storchenroute). Das letzte Teilstück führt Sie dann weiter entlang der Weser zurück nach Stolzenau. Gaststätten in Steyerberg, Bruchhagen, Hoysinghausen, Uchte, Höfen auch Bauerncafé, Huddestorf, Gräsebilde, Großenheerse, Müsleringen, Stolzenau.


Zwischen Waldeslust und Wassersport:
Aktivurlaub in Steyerberg

Seine Lage ist Programm. Der Flecken Steyerberg liegt nahe der Weser an dem verträumten Flüsschen Aue. Ausgedehnte Waldgebiete erstrecken sich in unmittelbarer Nachbarschaft und geben dem Ort seinen typischen Charakter.
Die reizvolle Gegend erkundet man am besten zu Fuß oder per Rad. Eine weit verzweigtes Netz von Rad- und Wanderwegen führt den Erholung Suchenden durch eine waldreiche Kulturlandschaft. Spaß an Bewegung wird vorausgesetzt.
Wer das Glück dieser Erde auf dem Rücken der Pferde sucht, sollte einmal in der Reithalle oder auf einem der Gestüte vorbeischauen; für Reitunterricht und - ausflüge genau die richtige Adresse. Ein Hauch von Wildem Westen weht auf der Eagle-Free-Ranch. Unterricht gibt es auch hier: im Western-Reiten. Interessierte haben zudem die Möglichkeit, stilgerecht zu übernachten: Da werden Indianer-Träume wahr.
Pferde ja - reiten nein? Kutsch- und Planwagenfahrten; auf Wunsch mit deftiger Verpflegung, gehören in Steyerberg zum traditionellen Angebot.
Leben und Arbeiten in harmonischem Miteinander ist die Grundidee des Vereins Lebensgarten. Die ehemalige Arbeitersiedlung am Ortsrand von Steyerberg, in der der Lebensgarten Mitte der 1980 Jahre gegründet wurde, hat sich zu einer Gemeinschaft von rund 150 Bewohnern entwickelt. Besucher und Gäste nehmen gern das vielseitige Seminarangebot des Vereins wahr, um hier neue Lebensfreude und Kraft zu schöpfen.
Lust auf Exotik? Gefiederte Botschafter des Schwarzen Kontinents gibt es auf der Straußenfarm in Düdinghausen zu sehen. Vor mehreren Jahren wurde eine Herde der anmutigen Laufvögel heimisch gemacht. Das Fleisch der Tiere ist eine Delikatesse. Es kann auf der Farm frisch bezogen werden und bieten eine wohlschmeckende Alternative zum herkömmlichen Speiseplan.
Wasser hat zwar keine Balken aber durchaus seine Reize. Die Aue ist ideal für Flusswanderungen per Kanu oder Paddelboot. Wer seinen Kopf nicht in den Sand, sondern tief ins Wasser stecken möchte, kann das in einem der Freibäder oder im Wellier Kolk tun. Dieser alte Wasserarm der Weser lässt auch manches Anglerherz höher schlagen. Nach der vielen Bewegung steht der Sinn vielleicht nach der Beschaulichkeit alter Zeiten: Das Hofmuseum Stakmann, die Heimathäuser in Voigtei und Deblinghausen und die Heimatstube hinter der historischen Auebrücke lohnen einen Besuch.
Natürlich muss niemand allein auf Entdeckungsreise gehen. Fahrradtouren und Wanderungen, mit oder ohne Picknick, Orts-, Landschafts- und Moorführungen können nach Absprache individuell geplant und durchgeführt werden. Die Steyerberger Touristik-Information teilt die Adressen der Anbieter gern mit.

Nicht nur für Süßwassermatrosen ein Anlaufpunkt:
Stolzenau

Einst war er Herrschaftssitz, später Kreisstadt. Seit der Gebietsreform 1974 besteht die Gemeinde Stolzenau mit zur Zeit rund 8.000 Einwohnern aus den Ortsteilen Anemolter, Diethe-Langern, Frestorf, Hibben, Holzausen, Müsleringen, Nendorf, Schinna und Stolzenau.
Die Grafen von Hoya, die lange Zeit das Land regierten, starben 1582 aus, und ihr Besitz fiel an die Herzöge von Braunschweig und Lüneburg, über diese gelangte das Gebiet an das spätere Königreich Hannover und mit diesem 1866 an Preußen. Den Status einer Kreisstadt verlor Stolzenau 1932, als die bisherigen Kreise Nienburg und Stolzenau zusammengelegt wurden. Dennoch sind bis heute viele Einrichtungen am Ort, etwa das Amtsgericht, das Kreiskrankenhaus, das Gymnasium und mehrere regionale bedeutsame Ämter.
Die Bedeutung, die Stolzenau bereits in der Vergangenheit hatte, spiegelt sich in zahlreichen Bauwerken wider. Neben den eindrucksvollen Bürgerhäusern, vornehmlich aus dem 18. und 19. Jahrhundert, fallen besonders die Sakralgebäude ins Auge. Das bauliche Wahrzeichen des Ortes ist die St.-Jacobi-Kirche aus dem 17. Jahrhundert mit ihrem 30 Meter hohen Turm, dessen spitz zulaufende Dachbekrönung in einem Winkel von 80 Grad gedreht ist. Die meisten Ortschaften sind noch immer von der Landwirtschaft geprägt. Daneben herrschen kleine und mittelständische Betriebe vor. Großindustrie sucht man dagegen vergeblich. Den Besucher wird es freuen, denn auf diese Weise präsentiert sich Stolzenau als ein Ort, der seinen Gästen ein Abwechslungsreiches Angebot in sauberer Umgebung und vorteilhafter Lage bietet. Schiffsausflüge auf der Weser erfreuen sich wachsender Beliebtheit, besonders seitdem die alte Ausflugsroute von Minden nach Stolzenau bis Nienburg verlängert worden ist. Wer sich auf dem oder im Wasser gern sportlich betätigt, findet dazu viele Möglichkeiten: Bootsverleihe und mehrere örtliche Vereine helfen, den Bewegungsdrang in vielfältige Bahnen zu lenken.
Wer bei Sport und Erholung auf den festen Boden unter den Füßen nicht verzichten möchte, den erwarten ein beheiztes Freibad, Tennisplätze und -hallen, Sportplätze und ein weit verzweigtes Netz von Rad- und Wanderwegen.
In den vergangenen Jahren hat sich der Stolzenauer Winter zu einer Attraktion für alle Kulturbeflissenen der Region entwickelt: Musik und Theatergruppen geben sich hier ein Stelldichein und erfreuen die Besucher mit Jazz und Klassik, mit Komödie und Besinnlichem.

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Urheber: AG Weserland, touristische Arbeitsgemeinschaft

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