Mittelweser-Navigator - Landkreis Nienburg/Weser

Die Dino-Tour

Rubrik:Fahrrad-Touren, Eintagestour
Start:Loccum
Streckenverlauf:Rehburg, Winzlar, Bad Rehburg, Münchehagen
Ziel:Loccum
Länge:26,95 km
Dauer:2 Stunden
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert.
Kartenmaterial:Kartenmaterial ist erhältlich.
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Kontakt:Mittelweser-Touristik GmbH
Lange Straße 18 - D-31582 Nienburg
Telefon: (00 49) (0 50 21) 917 63 - 0

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Informationen zur Tour

Dinosaurier-Park Münchehagen

Dinosaurier-Park Münchehagen

Der Verlauf der Dino-Tour verspricht eine landschaftlich sehr schöne Streckenführung im Naturpark Steinhuder Meer. Sie ist eine reizvolle Tagestour durch überwiegend flaches Land mit wenigen anspruchsvollen, aber kurzen Steigungen. Es besteht die Möglichkeit zur Kombination als Abstecher von der Kleinen bzw. Großen Weserlandroute.
Die Dino-Tour verläuft auf dem Gebiet der Stadt Rehburg-Loccum und erhält ihren Namen vom an der Strecke gelegenen Dinosaurierpark. Im Jahre 1980 wurden nordöstlich des Ortsteiles Münchehagen in einem Sandsteinbruch versteinerte Spuren einer ganzen Herde von Dinosauriern, die in ihrer zahlenmäßigen Häufung und Erhaltung innerhalb Europas einmalig sind, entdeckt. Die Spuren stammen aus der Unteren Kreidezeit und sind etwa 140 Mi. Jahre alt. Nach wissenschaftlicher Untersuchung wurde zwei Jahre später ein Dinosaurier-Freilichtmuseum eröffnet.
Die Dino-Tour ist eine Kombination von bereits bestehenden Radrundwanderwegen auf dem Gebiet der Stadt Rehburg-Loccum. Diese sind ebenfalls mit einem radelnden Dino und den Buchstaben A bis F gekennzeichnet.
Information: Stadt Rehburg-Loccum, Heidtorstraße 2
31547 Rehburg-Loccum
Telefon 05037 / 9701-0, Telefax 05037 / 970118
e-Mail: stadt@Rehburg-Loccum.de


Etappe 1: Loccum, Marktplatz - Rehburg, Marktplatz, 9,2 km

Ausgangspunkt der 1. Etappe ist der Marktplatz im Ortsteil Loccum. Bosonderheit des Ortsteiles Loccum ist das über 800jährige Zisterzienser-Kloster, das 1163 gegründet wurde. An der weithin sichtbaren spätromanischen Kirche aus dem 13. Jahrhundert ist das Interesse der Zisterzienser für Strenge und Sachlichkeit abzulesen. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten haben ihren Platz im Kloster, in dem heute Vikare zu Pastoren ausgebildet werden. Klosterführungen werden ab 5 Personen durchgeführt und dauern ca. 50 Minuten (1.April bis 15. Oktober: Di. bis Sa. 11 und 15 Uhr, So. nur 15 Uhr. Oktober bis 31. März nur nach Vereinbarung).
Bei Anfragen und Anmeldungen von Besichtigungen wenden Sie sich bitte an den Küster und Klostervogt, der unter dem Toreingang wohnt (ggf. klingeln), Tel. 05766 / 1042. Gruppenanmeldungen bitte schriftlich: Im Kloster 2, 31547 Rehburg-Loccum, Tel. 05766 / 9602-0, Fax 05766 / 9602-11. Nachdem der Streckenverlauf den Ortsteil Loccum verläßt, führt er auf gut befahrbaren Feldwegen durch Felder und Wiesen Richtung Rehburg.
Nach Überqueren des Meerbaches erreicht die Route die Düsselburg, den Überresten einer historischen Wallanlage. Die im Jahre 1904 durchgeführten Grabungen haben Hinweise über den Aufbau von Wall und Graben erbracht. Danach bestand die Anlage aus einem mit Stein und Holz erbauten Vorwall, hinter dem sich ein Schmitzgraben und eine "Berme" (Freies Schußfeld zwischen Graben und Palisaden) befand. Der hölzerne Hauptwall besaß eine Erdaufschüttung als Wehrgang. Auch ein etwa 7 m breites Tor und ein Turm sicherten die Anlagen.
Allerhand Schmiedestellen in der Nähe deuten auf reges Leben in der Eiszeit, und jüngst gefundene Bronzefibeln lassen eine Besiedlung der Landzunge schon in der Bronzezeit erkennen. Mit einem kleinen Abstecher erreicht man von hier die Spargel-Tour. Im weiteren Verlauf der strecke durch die Niederungen des Steinhuder Meerbaches wird das Etappenziel, der Marktplatz Rehburg, erreicht.
Um den Marktplatz herum befinden sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie z. B. die alte "Reheburgk", das heutige Rathaus. Die "Reheburgk" ist eine ehemalige Wasserburganlage inmitten des westlichen Sumpfgebietes des Steinhuder Meeres. Sie wurde von den Herzögen zu Braunschweig-Lüneburg als Schutz und Trutzburg gegen die Herrscher von Schaumburgk aus den Trümmern der "Düsselburgk" im 12. Jahrhundert erbaut. Nach verschiedenen Nutzungsarten befindet sich dort heute der Verwaltungssitz der Stadt Rehburg-Loccum. Ein Besuch im Heimatmuseum lohnt sich immer. Seltene Exponate wie z. B. ein alter Ritterhelm aus dem 13. Jahrhundert und Alltagsgegenstände und Besonderheiten aus dem 18. Und 19. Jahrhundert wie z. B. handbemalte Zunftfahnen mit alten Zunftprivilegien und Protokollbüchern von 1776, Rehburger Trachten, landwirtschaftliche Geräte und handbetriebene Kleinmaschinen gehören zu den Ausstellungsschwerpunkten ebenso wie Exponate aus Steinzeit und Eisenzeit, Burggrabenfunde der Rehburg, Waffen, Hirten- und Nachtwächterhörner. (Öffnungszeiten: Mai bis Oktober sonntags 15 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung)
Information: Bürger- und Heimatverein Rehburg e.V.
August Lustfeld
Heidtorstraße 33, 31547 Rehburg-Loccum
Telefon 05037 / 2423


Etappe 2: Rehburg - Winzlar, 6,6 km

Der weitere Routenverlauf führt entlang des Westufers des Steinhuder Meeres. Man findet dort keinen Badestrank, sondern ein Naturschauspiel ganz besonderer Art: die "Schwimmenden Wiesen" (hierbei handelt es sich um Feuchtwiesen, bzw. schwimmende Grasflächen). Sie sind ein Beweis dafür, wie sich Tier- und Pflanzenwelt entwickeln, wenn sie sich ungestört entfalten können.
Am Etappenziel Winzlar lohnt sich ein Abstecher zur Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM), die ihren Sitz in einem ökologisch umgebauten Resthof hat. Der Verein mit seinen Mitarbeitern ist für die Tier- und Pflanzenerfassung innerhalb der Naturschutzgebiete, für spezielle Pflegeeinsätze und für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.
Informationsbroschüren, Wanderausstellungen, Dia-Vorträg, Führungen und Besichtigungen des Stationsgebäudes werden angeboten. Information: ÖSSM
Hagenburger Straße 16, 31547 Rehburg-Loccum
Telefon 05037 / 967-0, Telefax 05037 / 5738


Etappe 3:
Winzlar - Bad Rehburg - Münchehagen - Loccum, 10,4 km

Weiter geht es nach Bad Rehburg, dem "hannoverschen Madeira", wie es zu Blütezeiten als altes Bad der Könige genannt wurde. Die malerisch am Waldrand gelegene Friederikenkapelle, die 1842 von der Gemahlin König Ernst Augusts gestiftet wurde, legt noch Zeugnis ab für die Verbundenheit des Welfenhauses mit Bad Rehburg. Auf Wanderungen und Spaziergängen im Wald findet man noch mit Obelisken geschmückte und nach Mitgliedern des Königshauses benannte romantische Ruheplätze. Der Kurbetrieb wurde 1950 eingestellt. Information: Café Boutique Hockemeyer
Allee 2, 31547 Rehburg-Loccum
Telefon 05037 / 5537


Nach einer kurzen Steigung erreicht die Route rund um die Rehburger Berge den Ortsteil Münchehagen. Der Ortsteil Münchehagen ist auf eine Gründung zurückzuführen, die nach der Ansiedlung des Klosters Loccum entstanden ist.
Münchehagen war Anfang dieses Jahrhunderts ein bekanntes "Heringsfängerdorf", das - obwohl nich am Meer liegend - in der Blütezeit 13 Kapitäne und über 300 Seeleute hervorbrachte. Hauptattraktion des Ortes ist das Dinosaurier-Freilichtmuseum mit dem Naturdenkmal Saurierfährten. Ein 2,5 km urwüchsig angelegter Rundweg mit über 120 lebensgroßen, bis zu 45 m langen Dinosauriermodellen führt die verschiedenen Erdzeitalter und zeigt beeindruckend die Entwicklung und den Untergang der Dinosaurier. In einer 3.500 m² großen Glashalle finden Sie die original Dinosaurierfährten. Die Archaeopteryx-Ausstellung, das Berühmteste Fossil Deutschlands und die internationale Dinosaurierei-Ausstellung mit original Dinosauriereiern aus aller Welt und einem 100 Mio. Jahre alten Dinosaurierembryo laden zum Staunen und Entdecken ein. Beim "Dinodiggern" kann man nach Herzenslust graben und ein verstecktes Dinosaurierskelett suchen, beim Dinokneten seiner Phatasie freien Lauf lassen und genau wie die Skulpteure des Museums Turnmodelle eines Dinosauriers anfertigen.
Information:
Alte Zollstraße 5, 31547 Rehburg-Loccum
Telefon 05037 / 2075, Telefax 05037 / 5739
Öffnungszeiten: 1. 2. Bis 15.03 und 26.10. bis 30.11. von 9 bis 16 Uhr, vom 16.3. bis 25.10. von 9 bis 19 Uhr
Auf dem Restteilstück zurück nach Loccum führt die Dino-Tour vorbei am 18-Loch-Golfplatz und bietet einen einmaligen Ausblick in die norddeutsche Tiefebene bis zum Wiehengebirge.

Gaststätten in Loccum, Rehburg, Winzar, Bad Rehburg und Münchehagen.


Eine gute Adresse: Rehburg-Loccum

Die Stadt Rehburg-Loccum besteht aus den Ortsteilen Bad Rehburg, Loccum, Münchehagen, Reburg und Winzlar und zählt rund 11.000 Einwohner. Durch ihre Lage am Steinhuder Meer mit seinem einzigartigen Naturpark bietet sie vielfältige Möglichkeiten zu sportlicher Betätigung, Erholung und Entspannung.
Über 150 Kilometer ausgeschilderte Wanderwege und ein ausgedehntes Radwegenetz laden zu Streifzügen durch die abwechslungsreiche Landschaft ein. Kiefern- und Buchenwälder wechseln sich mit Heide- und Moorflächen ab, und vielerorts gibt es Sehenswürdigkeiten, die an die wechselvolle Geschichte der Region erinnern.
Rehburg-Loccum verfügt über eine 18-Loch-Golfanlage, ein liebevoll saniertes Hallenbad und ein großes beheizbares Freizeitbad mit einer über 100 Metern langen Riesenrutsche.
Ein Besuch im Heimatmuseum Rehburg lohnt sich immer. Ein Ritterhelm aus dem 13. Jahrhundert, handbemalte Zunftfahnen, Trachten und landwirtschaftliches Gerät aus dem 18. Und 19. Jahrhundert sowie zahlreiche Gebrauchsgegenstände vergangener Epochen bilden die Schwerpunkte der Ausstellung.
Die frühe Geschichte Loccums ist eng verknüpft mit dem Kloster, das 1163 von Zisterziensermönchen gegründet wurde. Das Kloster wurde bald zum wichtigsten Wirtschaftszentrum der Umgebung. Die spätromanische Kirche, an der sich die Strenge und Schlichtheit der mönchischen Lebensweise widerspiegelt, wurde im Jahre1277 eingeweiht. Heute werden hinter den Klostermauern Vikare zu Pastoren ausgebildet.
Eine der größten Attraktionen in der gesamten Region ist zweifellos der Dino-Park in Münchehagen. 250 versteinerte Trittspuren von Dinosauriern bilden den Kern eines beeindruckenden Freilichtmuseums, in dem neben umfangreichen Informationen zu den Erdzeitaltern etwa 120 lebensgroße Nachbildungen von Dinosauriern die Blicke der Besucher auf sich ziehen.
Winzlar ist durch ein Naturschauspiel bekannt, das Jahr für Jahr Fachleute und Naturfreunde von nah und fern anzieht: die berühmten Feuchtwiesen am Ufer des Steinhuder Meeres dienen zahlreichen Zugvögeln als Rastplatz. Ein Besuch der ökologischen Schutzstation gibt Einblicke in das empfindliche Gefüge der Natur am Meer.
Rehburg-Loccum bietet Anregungen für Körper, Geist und Seele. Wer einmal hier war, kommt gern wieder.

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Urheber: AG Weserland, touristische Arbeitsgemeinschaft

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