Mittelweser-Navigator - Landkreis Nienburg/Weser

Rund um das Steinhuder Meer

Rubrik:Fahrrad-Touren, Eintagestour
Start:Steinhude
Streckenverlauf:Steinhude, Mardorf, Winzlar
Ziel:Steinhude
Länge:31,00 km
Dauer:2 Stunden
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert.
Kartenmaterial:Kartenmaterial oder Broschüre bei der Mittelweser-Touristik GmbH erhältlich.
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Kontakt:Mittelweser-Touristik GmbH
Lange Straße 18 - D-31582 Nienburg
Telefon: (00 49) (0 50 21) 917 63 - 0

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Informationen zur Tour

Tour so dicht wie möglich am Ufer des Steinhuder Meeres.

Unsere Rundtour um das Steinhuder Meer beginnen wir im Ortsmittelpunkt von Steinhude, an der Friedenseiche. Von dort biegen wir in die Straße "Am Anger" ein und fahren zu der 1854 errichteten evangelischen Kirche. Die Wappen an der Westwand weisen auf die Haupterwerbszweige des Ortes, die Fischerei und Weberei hin und das seit der Mitte des 13. Jahrhunderts gebräuchliche Schaumburgische Nesselblatt. Nachdem wir die Kirche rechter Hand liegengelassen haben, biegen wir halb links in den „Ohlendorpsweg" ein, folgen nach rechts dem „Fischerweg" bis zur Einmündung des "Lindenhopsweges".
Hier machen wir einen kurzen Abstecher zur Badeinsel. Die 46 000 qm große Badeinsel wurde in den Jahren 1973/74 mit finanzieller Förderung des damaligen Großraumes Hannover angelegt. Dieses künstliche Eiland bietet kleinen und großen Badegästen aus der gesamten Region einen herrlichen Sandstrand. Kiosk und Sanitäreinrichtungen, ein Kinderspielplatz und ein Anleger der Bootsringlinie gehören zur Infrastruktur.

Unsere Route führt uns weiter, zunächst zurück zum "Fischerweg", dann an die "Bleichenstraße" bis zur nächsten Kreuzung. Hier geht es rechts in den "Hermann-Löns-Weg" und beim nächsten Abzweig links in den "Schlesierweg“, vorbei an der katholischen Kirche in die nachfolgende "Strandstraße". Dieser folgen wir nur bis zur Kreuzung mit der "Waldstraße". Ein kurzes Stück führt uns der Weg geradeaus weiter an der Staatsforst Hohes Holz vorbei, bei der ersten Gabelung folgen wir aber dem Weg nach links bis zum Pumpwerk. Hier biegen wir rechts auf den Wanderweg, der uns zum ehemaligen Klärwerk Großenheidom fuhrt.

Hinter dem Klärwerk beginnt der sogenannte "Vogeldamm". Gleich am Anfang dieses Vogeldamms führt ein etwas verschwiegener Weg links zu einem Aussichtsturm im Schilf. Von hier aus bietet sich ein sehr schöner Blick über das Steinhuder Meer gen Westen. Bitte beachten Sie aber, dass Sie den Weg nicht verlassen und sich ansonsten auch ruhig verhalten, um die Vogelwelt nicht zu beunruhigen Zurück zum Ausgangspunkt am Vogeldamm, geht es nun eine lange Strecke über einen früheren Knüppeldamm durch das Moor, mal näher, mal weiter vom Ostenmeer entfernt. Das westlich des Weges liegende Moorgebiet ist gekennzeichnet durch bäuerlichen Torfstich. Der Naturschutz bemüht sich seit Jahren um eine Moorrenaturierung durch Wiedervernässung und sorgt durch Entkusselungsmaßnahmen, d. h durch Beseitigung von störenden Birken- und Kiefernsämlingen, für die Erhaltung einer typischen Moorlandschaft.

Am Ende dieses Vogeldamms erreichen wir die Moorstraße Neustadt – Mardorf. Dort biegen wir links in den „Hubertusweg" ein, dem Wegweiser Klabautermann folgend. Wer einen Abstecher zu der Beobachtungsplattform machen will, sollte das Rad abstellen und dem Fußweg am Kanal folgen. Wir folgen dem Hubertusweg bis zur Zufahrt zur Alten Moorhütte Dieses urige Restaurant lädt zum Verweilen ein. Besonderes Merkmal ist eine große Eiche, die mitten im Gastraum steht. Von der Alten Moorhütte geht der Weg in Richtung Westen, vorbei am Weißen Berg, einer ehemaligen Wanderdüne, die man über zwei Aufgänge auch besteigen kann. Wieder auf dem Uferwanderweg angekommen, führt der Weg weiter an einem ehemaligen Campingplatzgelände vorbei, das vor einigen Jahren mit erheblichem Aufwand wieder rekultiviert wurde. Im Uferbereich folgt ein Surfgebiet, daran schließt sich dann ein Badestrand an, mit dem Anleger der Bootsringlinie, einem Bootsverleih einem Kiosk und dem Cafe-Restaurant Weiße Düne. Etwas vom Ufer abgesetzt hinter der Meerstraße liegt der Campingplatz „Nordufer Camping“. Der Rundwanderweg führt uns teils dichter, teils etwas abgesetzt vom Uferbereich bis zum Hotel Nordufer. Am Weg zahlreiche Campingplätze, Restaurants und eine Jugendherberge. Bei zu großem Besucherandrang bitte absteigen und in diesem Abschnitt schieben.

Am Hotel geht es kurz in die "Rote-Kreuz-Straße", um dann "ln der Weißen Riede" ein Wochenendgebiet zu durchfahren. An der Kreuzung "Poggenecke" geht es rechts in die Ortslage Mardorf (Informationszentrum Grillplatz), aber uns führt der Weg über "Am Vogelherd" und "Weißdornweg" zunächst weiter nach Westen.

Über den Neuen "Heudamm'' fahren wir nach Süden. Dabei überqueren wir den Steinhuder Meerbach, den einzigen Abfluss des Steinhuder Meeres zur Weser. Linker Hand liegt das Naturschutzgebiet Meerbruchwiesen, ein Eldorado für Wasservögel und Limikolen, die dieses Gebiet als Brut- und Rastplatz in großer Anzahl annehmen. Der gesamte Meerbruch umfaßt 850 ha Feuchtgürtel und soll im Rahmen eines ökologischen Modellvorhabens künftig landwirtschaftlich nur noch extensiv genutzt werden. Am Winzlaer Grenzbach empfiehlt sich ein Abstecher zu einem weiteren Beobachtungsturm mit einem schönen Blick auf den Wilhelmstein. Oft stehen auch Graureiher im Uferbereich. Im Verlaufe der neuen Wegführung umgehen wir das Naturschutzgebiet Hamburger Moor südlich.

Beim Hagenburger Schloß überqueren wir den Hagenburger Kanal, eine künstliche Verbindung zwischen Schloß und Steinhuder Meer. Das Schloß gehört dem Fürsten zu Schaumburg-Lippe. Der Schloßgarten bietet einen interessanten und seltenen Baumbestand. In der Nähe des Schlosses liegt ein Findlingsgarten, ein Grillplatz und die Verladeeinrichtung für Heilschlamm für Bad Nenndorf und Bad Oeynhausen. Sehenswert in der Ortslage Hagenburg ist die 1871 im Stil der Backsteingotik erbaute Kirche.

Wir folgen jetzt dem Hagenburger Kanal bis zur Bastion 2. Über die 1,5 km lange Strandpromenade, einer künstlichen Verwallung zwischen dem Steinhuder Meer und den angrenzenden Moorwiesen, erreichen wir Steinhude über die Lütjen Deile, vorbei am Minigolfplatz bis zu den Strandterrassen.

Von hier aus fahren die "Auswanderer" zum Wilhelmstein und zum Nordufer. Die 3 km westlich von Steinhude im See gelegene Insel wurde in den Jahren 1671 bis 1677 auf Veranlassung des Grafen Wilhelm von Schaumburg-Lippe angelegt und nach ihm benannt. Die in Form einer Sternschanze errichtete Zitadelle diente als Kriegschule, später als Staatsgefängnis und ab 1867 als Museum. Graf Wilhelm von Schaumburg-Lippe ließ hier das erste U-Boot, den Steinhuder Hecht, bauen und gründete in Steinhude die erste Schokoladenfabrik Deutschlands.

Zurück nach Steinhude gelangen wir über die Uferpromenade schließlich bis zum sogenannten Schäkerlager und über die "Deichstraße" zum Ausgangspunkt unserer Rundfahrt zurück.

Man sollte Steinhude allerdings nicht verlassen ohne vorher den Steinhuder Rauchaal probiert und das Spielzeug- und Kinderweltmuseum sowie das neu eingerichtete Heimatmuseum mit den besonderen Schwerpunkten Fischer- und Webermuseum besucht zu haben.

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Urheber: WEKA GmbH, in Zusammenarbeit mit dem Kommunalverband Großraum Hannover

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