Mittelweser-Navigator - Landkreis Nienburg/Weser

Giebichenstein-Tour

Rubrik:Fahrrad-Touren, Eintagestour
Start:Nienburg
Streckenverlauf:Drakenburg, Heemsen, Stöckse
Ziel:Nienburg
Länge:42,87 km
Dauer:3 Stunden
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. Die Rundwege sind einheitlich mit dem Radfahrersymbol und Richtungspfeilen - grün auf weißem Grund gekennzeichnet.
Kontakt:Mittelweser-Touristik GmbH
Lange Straße 18 - D-31582 Nienburg
Telefon: (00 49) (0 50 21) 917 63 - 0

Tour auf der Karte anzeigen »

Informationen zur Tour

Eine landschaftlich reizvolle Halbtages- bis Tagestour mit zahlreichen Variationsmöglichkeiten.

Giebichtenstein bei Stöckse

Giebichtenstein bei Stöckse

Der Weg führt in einem großen Bogen durch die verschiedenen Landschaftstypen im Norden und Osten Nienburgs: Durch die Marsch bei Drakenburg, durch das locker bewaldete Heemsener Talsandgebiet bis an die Randbereiche des großen Lichtenmoores, im großen Bogen um das waldreiche Endmoränen-gebiet der "Krähe" und durch die Niederung des Führser Mühlbaches. Interessante Zielpunkte außerhalb Nienburgs sind: Drakenburg mit Staustufe und altem Ortskern (Renaissance-Tor), die Reste der Brunsburg sowie Giebichenstein und archäologischer Lehrpfad bei Stöckse.

Eine landschaftlich reizvolle Halbtages- bis Tagestour mit zahlreichen Variationsmöglichkeiten.

Befahrbarkeit und Gefahrenstellen:
Diese Radwanderung führt zumeist über asphaltierte oder gepflasterte Straßen und Wirtschaftswege. Im Bereich der Stadt Nienburg benutzen wir vorwiegend separate Rad- und Gehwege. Gelegentlich geht es in Nienburg allerdings auch über zum Teil stark befahrene innerstädtische Straßen.

Streckenverlauf und Sehenswürdigkeiten:
Wir starten unsere Rundfahrt am Nienburger Hafen. Von hieraus führt uns ein herrlich angelegter Rad- und Gehweg direkt an der Weser entlang zur Marschstraße. Am Industriewerk der Kalichemie und unter der Nienburger Ortsumgehung hinweg geht es weiter in die Wesermarsch.

Auf asphaltierten bzw. gepflasterten Wegen fahren wir vorbei an fruchtbaren Marschwiesen nach Drakenburg. Die letzten ca. 500 m vor dem Ort besteht der Weg aus Kopfsteinpflaster; besser befahrbar ist hier der beidseitig festgefahrene Seitenstreifen.

Über Drakenburg (siehe Rundweg 7) fahren wir wie bei Rundweg 11 nach Heemsen. Von hier führt uns eine asphaltierte Gemeindeverbindungsstraße durch die Waldgebiete Sündern und Hohehorst nach Sonnenborstel. Kurz vor Wölpe weist uns ein Hinweisschild den Weg nach links zur Brunsburg.
Von diesem vorgeschichtlichen Burgwall sind heute leider nur noch Reste zu erkennen. Der Sage nach soll sich ein General Bruns, nachdem er jenseits der Weser Krieg geführt hatte, hierher zurückgezogen und seine Kriegskasse vergraben haben. Eine Hinweistafel gibt nähere Auskunft über die Burg.

Auf einer asphaltierten Straße geht es jetzt in den Sonnenborsteler Wald und weiter wie bei Rundweg 14 auf der Kreisstraße durch Stöckse hindurch.

Am westlichen Ortsausgang von Stöckse empfiehlt sich ein Abstecher zu einer Gruppe von sehenswerten Zeugnissen der Natur und der Frühgeschichte am Rande des Waldgebietes der "Krähe".

Der Giebichenstein, ein ca. 7,5 m langer, 4,5 m breiter und 2,75 m hoher Steinkoloß mit einem Gewicht von etwa 330 t, stammt aus der Saaleeiszeit und ist wohl der größte eiszeitliche Findling in Niedersachsen. Um den Stein ranken sich eine Reihe von Sagen und Erzählungen. So soll ihn z. B. ein Riese, der eigentlich damit vom Grinderwald aus den Wölper Kirchturm treffen wollte, hierher geschleudert haben.

Wenige Schritte weiter östlich finden wir die Reste eines Großsteingrabes aus der jüngeren Steinzeit (um 2.500 v. Chr.). Die Decksteine und einige Trägersteine fehlen. Sie wurden wahrscheinlich um 1780 gesprengt und zum Straßenbau abtransportiert.

In der Bronzezeit um 1.700 v. Chr. wurde das noch weiter östlich liegende Hügelfeldergrab, die "Sieben Berge", angelegt, dessen Gräber teilweise noch unangetastet sind.

Die genannten Objekte wurden 1978 durch den ersten archäologischen Wanderpfad Niedersachsens erschlossen. Der Besucher wird auf einem ca. 1 km langen Weg durch das Gelände geführt und kann sich dabei zusätzlich an anschaulichen Hinweistafeln informieren.

Der Rückweg nach Nienburg führt auf einem asphaltierten Weg am Südrand der "Krähe" entlang. Vom Weg hat man einen schönen Ausblick über die teilweise noch von Grünlandnutzung geprägte Niederung des Führser Mühlbaches auf die gegenüberliegenden Waldgebiete. Etwa auf Höhe des Giebichensteines liegt am Rande des Weges etwas versteckt der kleine, idyllische Stöckser See, der zu einem Picknick geradezu einlädt.

Von der Führser Mühle aus folgen wir derselben Strecke wie bei Rundweg 14 zurück in die Nienburger Innenstadt

Der Rundweg bietet verschiedene Variationsmöglichkeiten an, die Sie aus der Karte entnehmen können.

Tour in Geolife anzeigen

Stöckser See

Stöckser See

PDF-Ausdruck Informationen als PDF herunterladen (2,61 MB)

Urheber: Landkreis Nienburg/Weser , Tel.: 05021/967-454

« zurück zur Übersicht »