Mittelweser-Navigator - Landkreis Nienburg/Weser

EXPO-Tour 11 Nienburg - Celle

Rubrik:Fahrrad-Touren, Eintagestour
Start:Nienburg
Streckenverlauf:Stöckse, Wenden, Ladeholz, Mellendorf
Ziel:Celle
Länge:83,25 km
Dauer:4,5 Stunden
Kontakt:Mittelweser-Touristik GmbH
Lange Straße 18 - D-31582 Nienburg
Telefon: (00 49) (0 50 21) 917 63 - 0

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Informationen zur Tour

Stöckser See

Stöckser See

Die Tour ist die längste der zwölf Erlebnisradtouren im Städtenetz. Sie führt durch zwei Landschaften, die sich auf den ersten Blick kaum unterscheiden, bei näherem Hinsehen jedoch Unterschiede und charakteristische Merkmale erkennen lassen. Eine sehr schöne Tour für Radfahrer mit Ausdauer. Die Windrichtung sollte wegen der Länge der Strecke in jedem Fall beachtet werden. Falls Ihnen die 73 Kilometer lange Tour zu weit sein sollte, bietet sich Mellendorf wegen der Bahnanbindung und der zentralen Lage in der Mitte der Tour als Start- oder Zielort an.

Die Landschafen zwischen Nienburg und Celle

Die Hannoversche Moorgeest

Die Hannoversche Moorgeest ist die ebene bis flachwellige, überwiegend sandige Landschaft nördlich Hannovers, die Tour zwischen Nienburg und Mellendorf durchquert. Sie reicht von der Weser im Westen bis Burgdorf im Südosten. Der Mittellandkanal bildet im Süden ungefähr die Grenze zur Börderegion, bei Mellendorf geht die Hannoversche Moorgeest allmählich in die nordöstlich anschließende Allerebene über. Namensgebend für die Hannoversche Moorgeest sind zahlreiche ausgedehnte Moore, von denen einige wie das Altwarmbüchener Moor oder das Tote Moor als Naturschutzgebiete erhalten sind.

Das Landschaftsbild ist vielfältig, Wiesen, Weiden und Äcker, Wald, Hecken und Feldgehölze wechseln sich ab. Die sandigen Hügel und Kuppen tragen überwiegend Kiefernforste, die meist nach dem Krieg angepflanzt wurden. Sehr selten dagegen sind Buchenwälder, die nährstoffreichere Böden bevorzugen.

Der typische Geestbaum ist die Eiche, die sowohl auf trockenen, als auch auf feuchten Sandböden zu Hause ist. Überall, in den lockeren Haufendörfern, auf Wiesen oder auf Bauernhöfen, treffen Sie auf mächtige Exemplare. Der Eiche wird nachgesagt, bei Gewitter Blitze förmlich anzuziehen. Deshalb sieht man häufig alte, ausladende Eichen als Schutz neben Bauernhäusern stehen.

Die Landwirtschaft wird seit je her von der Viehhaltung bestimmt. Mais und Gerste, die gute Erträge auf armen Böden liefern, werden als Futtergetreide für Schweine, Rinder und Milchkühe angebaut. Viehweiden sind häufiger als Mähwiesen, was gut an den vielen Weidezäunen zu erkennen ist.

Die Allerebene

Die Allerebene, in der Sie sich zwischen Mellendorf und Celle bewegen, erstreckt sich wie ein Band zwischen der Lüneburger Heide und der Hannoverschen Moorgeest. Sie ist Teil eines eiszeitlichen Urstromtals, durch das gewaltige Schmelzwasserströme eines Gletschers, der von Skandinavien bis hierher reichte, abgeflossen sind. Dieses Urstromtal ist heute ein bis zu 30 Kilometer breiter, nahezu ebener Landstrich mit nur wenigen Anhöhen.

Insgesamt ist die Allerebene flacher und feuchter als die Hannoversche Moorgeest. Im Landschaftsbild wechseln sich ausgedehnte Wälder, sattgrüne Bachniederungen und Ackerflächen ab. Auf wasserundurchlässigen Bodenschichten aus Ton oder Ortstein bildeten sich oft feuchte bis sumpfige Gebiete, wie z. B. im Hastbruch südlich von Celle. Um solches Land urbar zu machen, wurden früher zahlreiche Entwässerungsgräben gezogen, die stellenweise noch gut sichtbar sind. Etwa 1140 Hektar des Hastbruches sind als Landschaftsschutzgebiet geschützt, um die Eigenart dieser Feuchtlandschaft zu erhalten und Pflanzen und Tieren ihren Lebensraum zu sichern.

Die interessantesten Stationen zwischen Nienburg und Celle

Giebichenstein

Der etwa 330 Tonnen schwere, aus Granit bestehende Giebichenstein wurde von skandinavischen Gletschermassen während der Saale-Eiszeit, die vor circa 200.000 Jahren endete, hierher transportiert. Er legte dabei eine Strecke von etwa 600 Kilometern zurück und ist Niedersachsens größter Findling.

Der Name geht der Sage nach auf ein kleines Männchen zurück, welches versteckt mit seiner Sippe im nah gelegenen Krähenwald lebte: Der Giebich. Er beschützte die Menschen vor den Riesen und hatte wohl auch seine Finger im Spiel, als ein Riese mit dem Stein den Wölper Kirchturm zerschmettern wollte. Der Giebich zwang mit seinen unheimlichen Kräften den Riesen, den Stein im Krähenwald fallen zu lassen. Dort liegt er nun bis der nächste Riese kommt.....

Windpark bei Laderholz

Waldarme Höhenzüge, auf denen sich früher oft Windmühlen drehten, sind heute beliebter Standort für Windräder zur Stromerzeugung. Selbst unter Umweltschützern sind Windräder wie hier in Laderholz allerdings nicht unumstritten. Zwar liefern sie "sauberen" Strom, doch verändern sie zugleich die Eigenart ganzer Landstriche in erheblichem Maße. Deshalb ist für neu errichtete Windräder an anderer Stelle durch Anpflanzungen oder andere Maßnahmen ein Ausgleich zu schaffen.

Laderholzer Wassermühle

Eine Mühle in Laderholz wird bereits im 11. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Aus dem Jahr 1544 stammt der Bericht, dass der Drost Claus von Rottendorf hier eine neue Mühle für die Herrschaft Wölpe errichten ließ. Fortan waren alle Bauern aus seinen Orten gezwungen, in Laderholz ihr Getreide zu mahlen.

Als 1947 das Mühlrad durch Eisgang zerstört wurde, stellte man den Betrieb ein. Bemerkenswert ist die wohl einmalig erhaltene Technik - zwei Mühlen mit stehendem Zeug in einem Mahlstuhl. Die Mühle wurde in mühevoller Arbeit unter der Federführung der Heimatbundes Niedersachsens wiederaufgebaut, eine Informationstafel verrät Details.

Freibad Amedorf

In Amedorf ist in einer ehemaligen Flußschlinge der Leine ein Freibad angelegt worden. Es knüpft an die in vergangenen Jahrhunderten häufigen Flussbadeanstalten an. Wer ungechlortes Wasser mag, kann sich hier in Sichtweite blühender Seerosen erfrischen.

Kirche in Helstorf

Unmittelbar an der Leine, jedoch in sicherer Entfernung zu ihren regelmäßig auftretenden Hochwassern, liegt Helstorf. Mit seinen eichenumstandenen Fachwerkhäusern ist Helstorf ein typisches Geestdorf.

Beachtenswert ist auch die 1750 errichtete Kirche. Mit ihrem Fundament ruht sie auf ehemaligen Grabsteinen, der hölzerne Turm ist mit einem vierseitigen spitzen Helm gekrönt. Unter einem Vordach sind vorgefertigte und nie vollendete Grabsteinplatten aufgestellt. Das Jahrhundert ist bereits eingemeißelt, das Todesjahr fehlt noch.

Heide am Papenberg

Im Landschaftsschutzgebiet Warmeloher Heide können Sie mit großen Heideflächen und einzelnen Wachholderbäumen ein Landschaftsbild sehen, das noch vor 150 Jahren in weiten Teilen Niedersachsens verbreitet war. Die frühere Ausdehnung der Heide hing mit der damaligen Heidewirtschaft zusammen, bei der das Vieh in den umliegenden Wald getrieben wurde. Außerdem wurden die oberen Bodenschichten in sogenannten "Plaggen" abgestochen und als Stalleinstreu verwendet. Der Boden magerte dadurch aus, der Wald ging zurück und nur das anspruchslose Heidekraut konnte überleben. Heiden können heute nur erhalten werden, wenn regelmäßig Schafe oder Schnucken die Flächen beweiden und dem Boden Nährstoffe entziehen oder wenn, wie hier am Papenberg, der Oberboden mit Maschinen regelmäßig entfernt wird.

Das Sprillgehege (31/I5)

Ein gutes Beispiel für die Fuhrberger Wälder ist das wildreiche "Sprillgehege" südlich von Fuhrberg. Schon König Ernst August erlegte hier 1842 bei einer Treibjagd 12 Rothirsche. Unter den älteren Nadelbäumen wächst die nächste Baumgeneration schon heran: Eichen, Birken und andere Laubhölzer bilden, ganz im Sinne einer naturverträglichen Forstwirtschaft, ein dichtes Unterholz.

Dorf Dasselsbruch (31/I7)

Im Rahmen der Zusammenlegung landwirtschaftlicher Flächen Mitte des 19. Jahrhunderts (Verkoppelung) wurde in der Westerceller Masch das Land neu verteilt. Gleich elf Höfe aus der Ortslage Westercelles verlegte man dabei nach Dasselsbruch. Sicher keine leichte Entscheidung, die vertraute Hofstelle zu verlassen, doch von hier aus konnten die neuen Ländereien ideal bewirtschaftet werden. So entstand das Dorf Dasselsbruch "aus einem Guss" und gibt ein gutes Beispiel seinerzeitiger Architektur.

Fuhsekanal

Kurz vor Celle erreichen Sie den etwa 11 Kilometer langen Fuhsekanal, der zwischen 1768 und 1769 erbaut wurde. Seine Anlage sollte das alljährlich auftretende Hochwasser der Fuhse um Celle herum in die Aller ableiten. Mit mäßigem Erfolg, wie die regelmäßigen Fuhsehochwasser in Celle zeigen.



Gaststätten zwischen Nienburg und Celle

Waldhotel Krähe, Krähe 1, Tel. (05021) 7543, Nienburg, Mo-So 10-21 Gasthaus Zwei Linden, Nienburger Str. 58, Stöckse, Tel. (05026) 8698, Tägl. 12-22 Zur Wassermühle, An der Alpe 2, Tel. (05074) 924115, Laderholz, Di-So 13-20 Cafe Mandelsloh, Sankt-Osdag-Str. 19, Tel. (05072) 92557, Mandelsloh, Di-So 14-19 Gasthof Wienhöfer, Brückenstr. 6, Tel. (05072) 406, Helstorf, Tägl. ab 10 City Treff, Wedemarkstr. 86, Mellendorf, Tägl. 6-20 Cafe Vatter, Wedemarkstr. 46, Mellendorf, Tel. (05130 (39484), Mo-So 6.30-18.30 Gage, Wedemarkstr. 19, Mellendorf, Tel. (05130) 790779, So-Mo 17-22, Di-Do ab12 Gasthaus Stucke, Wedemarkstr. 34, Mellendorf, Tel. (05130) 3405, Do-Di 12-14 und 17-23 Heide-Hotel-Klütz, Celler Str. 10, Fuhrberg, Tel. (05135) 790, Tägl. 6-23

Tipps für Radfahrer zu Reparatur und Verleih

Nienburg (Auswahl)
Radstudio Bohn, Verdener Landstraße 140, Tel. (05021) 17710
Fuhrmann, Weserstr. 13, Tel. (05021) 2135


Fahrradverleih
Stadtkontor, Kirchplatz 4, Tel. (05021) 87555

Celle (Auswahl)
Böse, Lachtehäuserstr. 5, Tel. (05141) 31561
Brand, Hannoversche Heerstr. 3, Tel. (05141) 28860
Ehlers, Winsenerstr. 1, Tel. (05141) 54965

Fahrradverleih
2-Rad-Meier, Neustadt 42a, Tel. (05141) 41369

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Freilichtspiele Stöckse

Freilichtspiele Stöckse

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