Mittelweser-Navigator - Landkreis Nienburg/Weser

EXPO-Tour 10 Hannover - Nienburg

Rubrik:Fahrrad-Touren, Eintagestour
Start:Hannover
Streckenverlauf:Neustadt am Rbg., Eilvese
Ziel:Nienburg
Länge:68,22 km
Dauer:4 Stunden
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert.
Kontakt:Mittelweser-Touristik GmbH
Lange Straße 18 - D-31582 Nienburg
Telefon: (00 49) (0 50 21) 917 63 – 0

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Informationen zur Tour

Tour durch das Leinetal

Stöckser See

Stöckser See

Von Hannover bis Neustadt am Rübenberge folgen Sie der Leine durch ihre Aue, mit vielen schönen Ausblicken über den beschaulich fließenden Fluss. Klöster und Kirchen erzählen ihre Geschichten. Von Neustadt am Rübenberge bis Nienburg geht es auf überwiegend gut ausgebauten Feldwegen durch die abwechslungsreiche, reizvolle und abgeschiedene Geest - eine Landschaft, in der Genießer auf ihre Kosten kommen.

Die Landschaften zwischen Hannover und Nienburg

Das Leinetal

Die Leine entspringt bei Leinefelde im thüringischen Eichsfeld, mündet nördlich von Schwarmstedt in die Aller und hat in Rhume und Innerste ihre größten Nebenflüsse. Bevor der Fluss eingedeicht wurde, war die rund einen Kilometer breite Aue ausschließlich als Grünland nutzbar. Noch immer bestimmen Wiesen und Weiden das Bild, und obwohl die Landschaft so eben ist, ist sie keineswegs monoton. Zahlreiche Hecken und Feldgehölze sorgen für Abwechslung und immer wieder trifft man auf kleine Wasserlöcher und Senken, auf ehemalige Leineschlingen und Altarme, die, von Silberweiden umstanden, wertvolle Lebensräume bilden.

Die regelmäßig wiederkehrenden Leinehochwasser machen deutlich, wie wichtig solche breiten Auen für die Wasserrückhaltung sind. Bei Hochwasser reicht das Wasser an die Deiche und gleicht einem riesigen See. Das eigentliche Flussbett ist kaum noch auszumachen. Mäuse und andere Kleintiere retten sich auf Weidepfähle und sind leichte Beute für Greifvögel. Wenn das Wasser abläuft, läßt es auf den Wiesen braunen, lehmigen Schlamm zurück. Dieser Lehm stammt vom Oberlauf des Flusses und ist die Grundlage für die Fruchtbarkeit der Aue.

An den natürlichen Grenzen der Leineaue, den einige Meter hohen Terrassenkanten, haben die Menschen schon immer hochwassersichere Siedlungsplätze gefunden. Bis heute reihen sich hier Ortschaften wie Perlen an der Schnur.

Bei Neustadt am Rübenberge fällt die Leine über einen zwei Meter hohen Wasserfall ab. Hier tritt harter Sandstein zu Tage, an dem der Fluss seit Tausenden von Jahren nagt.

Die Hannoversche Moorgeest

Die Hannoversche Moorgeest ist eine ebene bis flachwellige, überwiegend sandige Landschaft nördlich Hannovers, die Sie zwischen Neustadt am Rübenberge und Nienburg durchqueren. Sie reicht von der Weser im Westen bis Burgdorf im Osten. Im Norden schließt die feuchtere Allerebene an, im Süden bildet der Mittellandkanal die Grenze zur Börde. Namengebend sind Moore wie das Altwarmbüchener oder das Tote Moor, die als Naturschutzgebiet erhalten geblieben sind. Das Landschaftsbild ist vielfältig, Wiesen, Weiden oder Acker, Wald, Hecken oder Feldgehölze wechseln sich ab.

Die Landwirtschaft wird von der Viehhaltung bestimmt. Mais und Gerste, die noch gute Erträge auf den relativ armen Böden liefern, werden zur Fütterung von Schweinen, Rindern und Milchkühen angebaut. Viehweiden sind häufiger als Mähwiesen, was gut an den vielen Weidezäunen zu erkennen ist.

Die sandigen Hügel tragen überwiegend Kiefernforste, Buchenwälder sind sehr selten. Der typische Geestbaum ist allerdings die Eiche, die sowohl auf trockenen, als auch auf feuchten Sandböden zu Hause ist. Überall, in den lockeren Haufendörfern, auf Wiesen oder auf Bauernhöfen, treffen Sie auf mächtige Exemplare. Der Eiche wird nachgesagt, bei Gewitter Blitze förmlich anzuziehen. Deshalb sieht man häufig alte, ausladende Eichen als Blitzableiter neben Bauernhäusern stehen. Ob`s funktioniert?

Die interessantesten Stationen zwischen Hannover und Nienburg

Der Grüne Ring rund um Hannover

Auf einer Strecke von 80 Kilometern führt der Grüne Ring ohne störenden Autoverkehr über Rad- und Fußwege rund um die Landeshauptstadt. Wer ihm folgen will, muss sich auf die Suche nach Holzstapeln, Bordsteinkanten, Brückenpfeilern oder ähnlichem machen, die blaubemalt den Weg weisen. Der Grüne Ring soll nicht nur das Naherholungsangebot der Hannoveraner bereichern, sondern auch die Eigentümlichkeiten im Übergangsbereich von der Großstadt zu den eher ländlich geprägten Umlandgemeinden hervorheben.

Kloster Marienwerder

Das wunderschön am Rande der Leineaue gelegene Kloster Marienwerder wurde 1196 von Graf Conrad I. von Roden gegründet. Die Bezeichnung "Werder" bedeutet Flußinsel und weist darauf hin, dass das Kloster in früheren Zeiten von der Leine umflossen wurde. Um dem Leinehochwasser nicht mehr so stark ausgesetzt zu sein, schüttete man vor Jahrhunderten den nördlichen Flußarm zu und hob so die gefährliche Insellage auf.

Überschwemmungen und Feuersbrünste veränderten das Bild der Klosteranlagen mehrfach. Es wurde ausgebessert, neu gebaut und renoviert. Ältester Teil ist die Klosterkirche von 1200, eine dreischiffige romanische Basilika. Die anderen Anlagen des Klosters, wie das barocke Konventgebäude mit seiner imposanten Stuckdecke, wurden nach den Bränden 1335 bzw. 1688 neu errichtet.

Nach der Reformation wurde das Kloster protestantisches Damenstift, heute dient es u. a. als Altenpflegeheim. Besondere Berühmtheit erlangte es mit den hier angefertigten, kunstvoll bestickten Altarvorhängen, die im Landesmuseum Hannover ausgestellt sind.

Die Gestaltung des am Kloster gelegenen "Hinüberschen Gartens" geht auf den ehemaligen Verwalter des Klosters, Jobst Anton von Hinüber, zurück. Hinüber begann 1765, den Klostergarten in einen Landschaftspark nach englischen Vorbildern zu gestalten, einer der ersten englischen Gärten auf dem Kontinent. Er ließ geschlängelte Wege, Teiche und künstliche Wasserläufe anlegen. Ganz im Sinne der Aufklärung wurden klostereigene Landwirtschaftsflächen integriert, um das Schöne mit dem Nützlichen zu verbinden.

Blauer See bei Garbsen

Der Blaue See bei Garbsen wurde 1938 beim Bau der Autobahn A2 zur Kiesgewinnung angelegt. Er ist ein beliebtes Ausflug- und Badeziel mit Campingplatz, Kiosk und kleinem Restaurant. Nutzen Sie bei gutem Wetter doch die Gelegenheit!

Dünen in Schloß Ricklingen

In der Ortslage von Schloß Ricklingen befinden sich zwei etwa neun Meter hohe Sanddünen. Sie sind als Naturdenkmal geschützt und stammen aus dem jüngsten Abschnitt unserer Erdgeschichte, dem "Holozän". Vor 10.000 Jahren, nach der letzten Eiszeit, war die Vegetation schütter und der Wind konnte große Mengen von Staub, Ton und Sand zu Wanderdünen aufhäufen. Erst infolge weiterer Klimaerwärmung wurden sie, wie die Dünen in Schloß Ricklingen, von aufkommender Vegetation befestigt.

Barockkirche in Schloß Ricklingen

In Schloß Ricklingen steht auf einer Sanddüne die wohl schönste Barockkirche Norddeutschlands. Die wuchtigen, schlichten, in einem warmen Rosaton gehaltenen Mauern verbergen den eigentlichen, im Inneren gelegenen Schatz: Ein reich verzierter, mit goldenem Schnitzwerk versehener Kanzelaltar, über dem eine Orgel thront. Die Deckengemälde sollen den Blick in den offenen Himmel vortäuschen. Sie stellen in den vier Ecken die Erschaffung Evas, die Vertreibung aus dem Paradies, Mariä Verkündigung und Christi Geburt sowie über dem Mittelschiff die Kreuzigung Christi dar. Jeden Sonntag um 10 Uhr feiert die Gemeinde ihren Gottesdienst, ansonsten ist die Kirche verschlossen.

Apfelallee in Neustadt

Kurz vor Neustadt müssen Sie im Herbst auf dem Weg liegendes Obst geschickt umfahren, die Neustädter Apfelallee kündigt sich an. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurde hier die Apfelernte jeden Herbst gegen Gebot versteigert. Heute kann für 10,- DM je Baum bei der Stadtverwaltung eine Ernteerlaubnis erworben werden.

Löwenbrücke in Neustadt

Bis weit in das 17. Jahrhundert konnte die Leine bei Neustadt nur mit einer Fähre überwunden werden. Um 1687 wurde die Löwenbrücke als Verbindung zwischen Hannover über Nienburg nach Bremen gebaut. Über sie brachten schon die Kuriere des hannoverschen Königshauses Nachrichten zur Verwandtschaft nach England. Sie ist die zweitälteste Steinbrücke im Landkreis Hannover.

Moränen

Zwischen Eilvese und Nienburg treten wallartige Kuppen in Erscheinung und machen ein ständiges Hin und Her der Gangschaltung erforderlich. Es handelt sich um Moränen aus Sand und Kies, die hier während der Saale-Eiszeit, vor 200.000 bis 125.000 Jahren, von vorrückenden Gletschermassen emporgedrückt wurden und dem Radfahrer das Leben schwer machen.

Naturpark Steinhuder Meer

Von Empede bis Linsburg durchfahren Sie den nördlichen Teil des Naturparks Steinhuder Meer. Als Naturpark werden großräumige Gebiete ausgewiesen, die überwiegend aus Landschafts- oder Naturschutzgebieten bestehen. Hier sollen Erholung, Fremdenverkehr und Naturschutz miteinander in Einklang gebracht werden.

Der Naturpark Steinhuder Meer ist rund 310 km² groß und wurde 1974 gegründet. Seit 1976 ist er als Feuchtgebiet mit internationaler Bedeutung anerkannt (Ramsar-Gebiet). Das Steinhuder Meer und seine angrenzenden feuchten Wiesen und Weiden sind Lebensraum für gefährdete und geschützte Vögel und ein bedeutender Rastplatz für Zugvögel. Aber auch Erholungssuchende genießen die Landschaft. So sind Segelboote auf weiten Teilen des Sees zugelassen, Rad- und Wanderwege gut ausgeschildert.

Giebichenstein

Rund 330 Tonnen schwer ist der aus Granit bestehende Giebichenstein, der damit als Niedersachsens größter Findling gilt. Während der Saale-Eiszeit vor etwa 200.000 Jahren wurde er von skandinavischen Gletschermassen hierher transportiert und legte dabei eine Strecke von etwa 600 Kilometern zurück!

Der Name geht der Sage nach auf ein kleines Männchen zurück, das versteckt mit seiner Sippe im nahegelegenen Krähenwald lebte: Der Giebich. Er beschützte die Menschen vor den Riesen und hatte wohl auch seine Finger im Spiel, als ein Riese mit dem Stein den Wölper Kirchturm zerschmettern wollte. Der Giebich zwang den Riesen, den Stein im Krähenwald fallen zu lassen. Dort liegt er nun, bis der nächste Riese kommt .....

Auf Ihrem Weg vom Giebichenstein in Richtung Nienburg und umgekehrt dürfen Sie auf keinen Fall dem vom Giebichenstein direkt nach Westen führenden Sandweg folgen. Nutzten Sie den am südlichen Waldrand entlang führenden Weg!


Gaststätten zwischen Hannover und Nienburg

Gretchen, Zur Bettenfabrik 3, Hannover-Linden, Tel. (0511) 455001, Mo-Fr 15-24, Sa 14-24, So 11-22 Klosterschänke Marienwerder, Garbsener Landstr. 12, Tel. (0511) 2712879, Mo-Fr ab 15, Sa+So ab 10 Reiterstübchen Bordenau, Am Kampe 23a, Tel. (05032) 64429, Di-Sa ab 16, So 10.30-14 und 17-23 Restaurant Saitensprung, Wallstr. 1, Neustadt, Tel (05032) 981717, Mo-So 11.30-15 und ab 17.30 Schinderhannes, Marktstr. 8, Neustadt, Tel. (05032) 64550, Di-So ab 10 Ratskeller, Marktstr. 4, Neustadt, Mi-Mo 12-14 und ab 18 Gasthaus Grahle, Empeder Str. 24, Empede, Tel. (05032) 2803, Mi-So 10-13 und ab 16.30 Cafe Luise, Eilveser Hauptstr. 45, Eilvese, Tel. (05034) 8206, Mi-So 14-19 Beermann`s Gasthaus, An der Schule 5, Borstel, Tel. (05034) 206, Täglich 12.30-14.30 und 14.30-18, Mi+Sa nachmittags geschlossen Gasthaus Wippermann, Altes Seelenfeld 22, Nöpke, Tel. (05034) 302, Mi-Mo ab 16

Tips für Radfahrer zu Reparatur und Verleih

Hannover (Auswahl)
FLITZ SPORT, Lister Meile 25, Tel. (0511) 3481600 SANDVOSS, Stöckener Str. 135, Tel. (0511) 791639 Fahrrad-Land, Deisterstr. 52, Tel. (0511) 4583360

Fahrradverleih
Werkstatt Treff Vahrenheide, Lilienthalstr. 12, Tel. (0511) 3481512 Drahtesel, Volgersweg 58, Tel. (0511) 3481512

Nienburg (Auswahl)
Radstudio Bohn, Goetheplatz 3a, Tel. (05021) 17710 Beermann, Verdenerlandstr. 197, Tel. (05021) 7514 Fuhrmann, Weserstr. 13, Tel. (05021) 2135

Fahrradverleih
Stadtkontor, Kirchplatz 4, Tel. (05021) 87555

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Urheber: KGH und ADFC

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