Mittelweser-Navigator - Landkreis Nienburg/Weser

Meßwarb

Rubrik:Fahrrad-Touren, Eintagestour
Start:Rehburg
Streckenverlauf:Düsselburg, Kiebitzmoor
Ziel:Rehburg
Länge:19,26 km
Dauer:1 Stunde
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert.
Kartenmaterial:Kartenmaterial ist erhältlich.
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Kontakt:Mittelweser-Touristik GmbH
Lange Straße 18 - D-31582 Nienburg
Telefon: (00 49) (0 50 21) 917 63 – 0

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Informationen zur Tour

Namensgeber dieser Route ist Ernst Meßwarb, Architekt und Bürgermeister der Gemeinde Rehburg von 1912 – 1938. Er gründete 1900 die „städtische Bautechnische Winterschule“ (heutiges Gebäude Rathskeller) und plante ebenso weitere Gebäude, die heute Sehenswürdigkeiten und Anlaufpunkte der Stadt sind.

Höhenunterschied: max. 3 % Steigung
Beschaffenheit: Feldwege, Waldwege, asphaltierte Straßen
Rastplätze: Bänke, Köhlerhütte, Cafés und Gaststätten in Rehburg

Rehburg-Loccum geht auf eine Gründung im 12. Jahr­hundert zurück. Das älteste noch stehende Bauwerk ist die Reheburg, eine ehemalige Wasserburganlage und seit 1970 das Rehburger Rathaus.

1869 wurde gegenüber dem alten Amtshaus (heute Teil der Stadtverwaltung) ein neues Rathaus, der sogenannte „Keller“ erbaut. Das Erdgeschoss enthielt die Rats­kellerwirtschaft, das Obergeschoss die Räume der Stadtverwaltung und seit 1890 die Sparkasse. Im Jahre 1899 wurde es umgebaut und ihm ein schöner Rathaus­saal auf dem angrenzenden Grundstück hinzugefügt, der auch die Räume für die städtische bautechnische Winterschule enthielt. 1910 erhielt das Rathaus den Eingangsvorbau in Eichenholz, von den Schülern der Bauschule in alter Zimmermannskunst errichtet. Heute befindet sich im „Rathskeller“ ein Restaurant und der Bürgersaal.

Vom Rathaus aus geht die Tour weiter Richtung Uhrturm, der 1937 nach Plänen des Architekten und damaligen Bürgermeisters Ernst Meßwarb gebaut wurde. Der Turm sollte Symbol für die Verbindung von Tradition und Neuzeit sein. Daher wurde der Uhrturm einerseits mit einer Darstellung aus der Garnisonszeit Rehburgs versehen. An der Nordseite wurde neben der Uhr ein Spielwerk eingebaut, welches mit der Uhr verbunden wurde. Als Motiv wählte man das Rehburger Wappen vor einer Heidelandschaft. Die beiden Torflügel gingen zu jeder vollen Stunde auf und ein Reh kam heraus. Der Turm wurde am 14.11.1937 eingeweiht.

Nach kurzweiliger Fahrt durch Feld- und Wiesenlandschaft erreichen wir etwa 3 km nordwestlich von Rehburg die Düsselburg. Man geht davon aus, dass die Düsselburg, die dicht besiedelt gewesen sein muss, eine Befestigungs­anlage der Germanen gegen die Invasion der Römer gewesen ist. Sie ist 140 m lang und 110 m breit. Heute gibt es nur noch Überbleibsel der Wallanlage (Reste des Erdwalls und des Festungsvorgeländes). Diese Anlage ist seit 1958 unter Schutz gestellt.

Nach diesem interessanten Stück frühgeschichtlicher Zeit führt uns die Route weiter durch die abwechslungs­reiche Landschaft Rehburgs. Wir fahren durch Felder und Wald am Kiebitzmoor vorbei, überqueren die L 370 und haben Möglichkeit zur Rast bei der Köhlerhütte, die heute beliebter Rast- und Grillplatz des ortsansässigen Ski- und Wandervereins ist.

Weiter geht es dann auf unserer Rundreise Richtung Marktplatz in Rehburg. Ein besonderer Höhepunkt erwartet die Besucher dort im Heimatmuseum. Das Heimatmuseum, das 1936/37 als Ortsmuseum und Kindergarten an der Forsthofmauer in den Formen eines alten Rehburger Bürgerhauses (Dreiständerhaus; unter Verwendung der Materialien der am Sparkassenplatz abgebrochenen alten Häuser) von E. Meßwarb gebaut wurde und später auch die Bücherei beherbergte, stellt heute Gegenstände vergangener Epochen, wie Pergamente und Urkunden über das Gemeinde- und Zunftwesen als auch landwirtschaftliche und häusliche Geräte und Gebrauchsgegenstände aus dem 18. und 19. Jahrhundert aus. Auf der anderen Seite des Marktplatzes gelegen steht der Feuerwehrübungsturm.

In der Gemeinde wurde 1896 eine Freiw. Feuerwehr gegründet (die erste im Kreis Stolzenau), die von der Stadt sofort mit Geräten und Uniformen (Raupenhelmen) ausgerüstet wurde. Die Freiw. Feuerwehr hatte zunächst 100 Mann; gleichzeitig wurde ein 24-Mann starker Feuerwehr-Musikzug gebildet. Die Freiw. Feuerwehr hat sich besonders bewährt bei einem Großbrand am 1. Weihnachtstag 1902, bei dem 13 Gebäude abbrannten und beim Brand am 13.09.1915, dem 26 Scheunen im damaligen Scheunenviertel (heute Ecke Mardorfer Straße) zum Opfer fielen. Die Feuerwehr erhielt 1904 ein Spritzenhaus mit dem Feuerwehrübungsturm am Marktplatz.

Als letzter Punkt unserer Reise, bevor wir unser Ziel am Rathaus erreichen, sei noch das Findlingsdenkmal erwähnt, das im Jahre 1915, im 100. Jahr der Völker­schlacht bei Leipzig, von der Gemeinde vor der Kirche in Rehburg errichtet wurde, um die restlichen Granit­findlinge der Rehburger Feldmark als Zeugen der Vorzeit zu retten.

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Urheber: Mittelweser-Touristik GmbH, Lange Str. 13, 31582 Nienburg, Tel.: 05021/91463-0, Fax: 05021/91763-40

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